KASA programme Uganda




KASA programme Uganda ist ein Sozialprojekt das sich um ehemalige Straßenkinder kümmert und diese aufnimmt. Das Projekt wurde 2009 von Kedrace Kanyesigye und ihrer Schwester Shallon Atuherire gegründet und seit 2010 leben sie mit den Kindern und Jugendlichen in einem Haus in Kabale. 

Vor vielen Jahren begann Kedrace zu den Plätzen und Müllhalden zu gehen, wo sich die Straßenkinder oft aufhielten. Es war nicht einfach, das Vertrauen der Kids zu erlangen, da die Kinder und Jugendlichen das harte Leben auf der Straße kannten und ihr Misstrauen zu allen Erwachsenen groß und schwer zu überwinden war. Kedrace hat mit Hilfe von Essen und manchmal auch Süßigkeiten die Kinder kennengelernt und mit der Zeit begannen sie, aus ihrem Leben zu erzählen. Kedrace lud einige Kinder zu sich nach Hause zum Mittagessen ein und so bekamen die Kinder nach langer Zeit wieder einmal eine warme Mahlzeit. Sie spielte und beschäftige sind mit den Kindern und aus der einmaligen Einladung wurde eine liebgewonnene Regelmäßigkeit. Kedrace lernte die Sorgen und Nöte der Straßenkinder immer besser kennen. Hunger, Bandenkriminalität, Drogen, Alkohol, Kälte und die ständige Flucht vor der Polizei,- das Leid der Straßenkinder ist unermesslich. 

Eines Nachts machte die Polizei eine "Säuberungsaktion", um die Straßenkinder aus Kabale zu vertreiben. In dieser Nacht suchten einige Kinder Zuflucht bei Kedrace und sie beschloss, vier Kinder, die am zutraulichsten waren, bei sich aufzunehmen. Die Polizei war brutal vorgegangen und die Kinder waren teilweise schwer verletzt und traumatisiert. Für mehr Kinder hatte sie keinen Platz. Die anderen Kinder kamen nach der Polizeiaktion weiterhin regelmäßig zum Essen, schliefen jedoch nachts in alten Kanalisationsrohren und Verstecken. Immer versuchte Kedrace als Erstes, mit den Familien zu sprechen und die Gründe herauszufinden, warum die Kids nicht in ihren Familien lebten. Manchmal gelang eine Familienzusammenführung, aber meistens waren die familiären Umstände so schlimm, dass die Kids das feindliche Leben auf der Straße bevorzugten. Es ist für die Straßenkinder am Anfang nicht leicht, nach all den schlimmen Erfahrungen auf der Straße Zutrauen, Nähe und auch die Regeln von KASA auszuhalten. Doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit sind die Kids sehr glücklich im KASA und wollen nie wieder zurück auf die Straße! 2011 konnte Kedrace und Shallon ein Haus mit Hilfe von Spenden anmieten und seitdem leben sie im KASA-Haus. Inzwischen sind es über 80 Kinder und KASA gibt ihnen allen ein Zuhause!

Zur Zeit kümmern sich vier pädagogische Mitarbeiter sowie Shallon und Kedrace um das Wohl der Kinder. Zusätzlich sind noch eine Köchin, eine Wäscherin und eine Nachtbetreuerin angestellt. Während der Ferienzeit sind fast alle Kinder im KASA anwesend und es wird ein bescheidenes Ferienprogramm für die unterschiedlichsten Altersgruppen angeboten. Auch wird versucht, dass die Kinder ihre Verwandten besuchen und so den Kontakt zu ihren Herkunftsfamilien nicht ganz verlieren. Alle Mitarbeiter legen großen Wert darauf, dass die Kinder mit all ihren Sorgen und Nöten zu ihnen kommen können. In den Ferien gibt es Workshops zu den Themen Gesundheit, Alkohol und Drogenmissbrauch, Entscheidungsfindungen, usw. Es wird viel gespielt, gebastelt, gemalt, Armbänder geknüpft, Fußball gespielt, getanzt und gesungen.

Das Bildungssystem in Uganda ist so aufgebaut, dass gute weiterführende Schulen grundsätzlich Internate sind und auch am Wochenende und abends erhalten die Kinder Unterricht, bzw. haben Lernzeit. Auch die Grundschule wird an sechs Tagen in der Woche abgehalten und durch die langen Schulwege haben die Kids während der Schulzeit kaum Freizeit. Umso wichtiger ist es dann, den Kindern ein Zuhause zu bieten, wo sie sich geborgen und willkommen fühlen. 

KASA ist ihr Zuhause!


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